Schulgeschichte Volksschule Kirchberg am Wagram
| Nur wenige Schritte vom Gemeindezentrum entfernt befindet sich das pädagogische Zentrum Kirchbergs. Das im Jahre 1954 errichtete und laufend den Erfordernissen der Zeit angepasste Gebäude ist ebenfalls nach modernen Gesichtspunkten gestaltet. Untergebracht sind hier die Volks-, Haupt- und Polytechnische Schule. Unmittelbar neben den Schulgebäuden befindet sich die im Jahre 1990 ihrer Bestimmung übergebene Wagramhalle. Vor allem sportlichen Zwecken dienend, steht die Wagramhalle aber auch für verschiedene Großveranstaltungen zur Verfügung. Das Schulwesen in der Gemeinde blickt auf eine ununterbrochene Tradition von mindestens 450 Jahren zurück. Der Schulunterricht in seiner frühesten Form wurde vermutlich in Kirchberg von Priestern im Pfarrhof gehalten. 1789 wurde rechts vom Friedhofstor, ein bescheidenes ebenerdiges Gebäude errichtet, das 2 Räume für den Unterricht und 1 Zimmer für den Lehrer umfasste. Es wird angenommen, dass dies bereits das zweite Gebäude war, das als Schule diente. 1820 kam ein ebenerdiges Gebäude mit 2 Klassen und einem Wohnraum für den Gehilfen dazu. 1840 ließ die sehr begüterte Oberlehrersgattin Barbara Gegenbauer auf eigene Kosten dieses Gebäude aufstocken und erweitern. Es entstanden 4 Klassenzimmer und 2 Gehilfenwohnungen, die später als Lehrmittelzimmer dienten. 1869 trat das Reichsvolkschulgesetz an die Stelle der kirchlichen Aufsicht. Die allgemeine Schulpflicht wurde straffer gehandhabt und die Kirchberger Volksschule wurde nun mit 6 Klassen geführt. 1883 wurde dieses alte Schulhaus niedergerissen und ein neues Volksschulgebäude errichtet. 1887 wurde dann diese neue Schule eingeweiht. Dieses Gebäude war später die Bauernkammer des Bezirkes Kirchberg und wird heute als Wohnhaus genutzt. 1920 wurde auf Initiative des Bürgermeisters und Lehrers Karl Höfinger die dreiklassige Bürgerschule eröffnet. Es konnten eine erste und eine zweite Klasse geführt werden. Leider gab es weder einen Turnsaal noch geeignete Lehrmittel für den Unterricht. Als besondere Neuerung auf schulischem Gebiet wurde, mit Wirksamkeit vom 1. Februar 1964, die Trennung der Leitungen von Volks- und Hauptschule durchgeführt. Im Dezember 1969 wurde mit den Vorbereitungsarbeiten für einen Zubau begonnen und 1972 konnten die Zubauten bezogen werden. Im neuen Klassentrakt mit 9 Klassen fand die Volksschule ihren Platz, die bisher im Pfarrheim eingemietet war. 1989 wurde mit dem Bau der Wagramhalle begonnen und 1990 feierlich dem Schulbetrieb übergeben. |
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